23 Jun

Innovative Ideen zur grünen Herstellungstechnik

Benzin ist teuer und das wird sich in Zukunft auch nicht mehr ändern. Die Erdölvorkommen sind begrenzt, der Kampf um die Vormachtstellung über diese spitzt sich immer weiter zu. Der Bedarf an Kraftstoff wird aber ebenfalls kontinuierlich steigen: Immer mehr Menschen fahren mit dem Auto, und auch wenn sich sogenannte Car-Sharing-Angebote häufen, heißt das nicht, dass der Verkehr weniger wird, sondern eher, dass das Bewusstsein für eine umweltschonende Nutzung von Automobilen mittlerweile zugenommen hat. Diese Entwicklung ist vor allem für den Umwelt- und Klimaschutz von zentraler Bedeutung. Alternative Kraftstoffherstellung ist ein guter Anfangspunkt, um dieses Interesse voranzutreiben.

Wer sich also frühzeitig darum bemüht, in „saubere“ Energiekonzepte zu investieren, wird am Ende profitieren. Denn früher oder später muss die von allen Seiten angekündigte Energiewende einsetzen – dabei ist früher natürlich immer besser und rentabler. Klassisches Benzin wird immer kostspieliger werden. Vom Smog und der Umweltbelastung mal abgesehen. Alternative Energieherstellung muss nicht unbedingt in Form von Solaranlagen oder Windrädern geschehen. In den USA hat sich die Firma Green Gallon Solutions beispielsweise darauf spezialisiert, aus gebrauchtem Frittierfett, das in rauen Mengen in der Gastronomie anfällt, Biokrafstoff herzustellen. An mittlerweile fünf Standorten bei großen Städten wird das Öl auf kurzen Wegen angeliefert und der Biodiesel auf ebenso kurzen Wegen lokal weiterverkauft. Das letzte eröffnete Werk in Doral (Florida) kann 18 Millionen Liter Kraftstoff pro Jahr herstellen. Diese innovative Idee, aus Abfallprodukten ein Produkt herzustellen, für das große Nachfrage besteht, hat den Investor Slobodan Cvetkovic aufmerksam gemacht. Er ist Vorstand der Prosperia AG, die sich an Green Gallon Solutions beteiligt und deren Schwerpunkt der Bereich erneuerbare Energien ist.

Durch das ständige Wachstum der Firma wächst auch der Gewinn – eine Win-Win-Situation sozusagen, da hierbei die Umwelt geschont wird und gleichzeitig ein rentabler Gewinn erzielt wird. Wer über keine großen finanziellen Mittel verfügt wie der Unternehmer Cvetkovic kann sich zumindest ein Auto kaufen, das mit Biodiesel oder ähnlichen umweltschonenden Kraftstoffen wie Autogas fahren kann – durch Nachfrage ist schließlich der Grundstein für weitere Investitionen in dem Bereich gelegt. So kann jeder seinen Teil beitragen.